Halstücher?
19. November 2007 von Ola
Vorhin haben wir bei Kesselhaus einen eigenartigen Beitrag zum Thema Pioniergeist gefunden. Es fällt uns nicht leicht, einen vernünftigen Einstieg zu finden. Schon im ersten Absatz geht es schwer verständlich los:
Wer kann davon leben, einer Idee hinterherzulaufen? Wer kann heute noch “unrentabel” wirtschaften?
Nun, derjenige mit großen Rücklagen könnte das tun, oder auch derjenige mit wenig Mitgefühl für Arbeitnehmer, Anteilseigner etc. Aber das war ja noch nix.
Doch hätte Werner von Siemens auch heute noch große Chancen, mit einer innovativen Idee den Markt zu verändern? Nein, denn erstens ist der Markt wesentlich kleiner, so dass mögliche Innovationen schwer zu erringen sind. Zweitens ist der Markt von wirtschaftlichen Faktoren abhängig und nicht von Pioniergeist.
Ja, so mancher Markt mag seit Mitte des 19. Jahrhunderts kleiner geworden sein. Der für Hufschmiedearbeiten beispielsweise, oder der für Hofmalerei. Viele andere sind erheblich gewachsen. Was soll das alles?
“Pioneering spirit” ist ein indianisches Überbleibsel - wo hingegen Wirtschaftlichkeit alias “Economy” schon allein durch die “New Economy” echten Marktwert erreicht hat. Kurz: Herzlich willkommen, ihr Pioniere, legt endlich Waffen oder Halstücher ab, denn ihr seid im Jahr 2007 angekommen.
Indianisch? Halstücher? Na gut. Wir ziehen uns jetzt mal zurück und grübeln den Rest des Abends: sind wir einer Satire aufgesessen? Sind wir? Frau Simon?






